Die
Schweizerischen Bundesbahnen haben einen sehr guten Fahrplanservice, dem auch ein E-Ticket-Bestelltool angegliedert ist. Aus den Fahrplanresultaten kann ich mir mittels Direktlink ein Ticket kaufen.
Das funktioniert ausgezeichnet, ausser - man vertraut darauf, dass das System den Gesetzen des gesunden Menschenverstandes gehorcht. Beziehungsweise dem, was ich mich aus Ticketautomaten - auch der SBB - gewohnt bin: Wenn ich eine Rückfahrkahrte kaufe, dass mir das System automatisch die nächstmögliche Verbindung vorschlägt.
Das tut es eben nicht. Fahre ich zum Beispiel am Montag vormittag von Luzern nach München und will am Nachmittag wieder zurück, schlägt mir das System eine Verbindung am nächsten Tag vor. Gewohnt an die solide Benutzerfreundlichkeit der SBB, bemerke ich dies vielleicht erst auf dem ausgedruckten Ticket.
Dann beginnt der Teil Web Null-Null. Zur Änderung des Tickets muss ich mich persönlich an den Schalter des nächstgelegenen Bahnhofs begeben. Dann mir das Ticket rückerstatten lassen und ein neues mit dem korrekten Datum kaufen - kostenpflichtig mit CHF 16.- (ca. EUR 10) .
Die Dame am Schalter empfahl mir ernsthaft als Alternative, dass ich es ja mit dem bestehenden Ticket probieren könne, vielleicht falle es nicht auf. Dabei hat jedes Ticket einen personalisierten Semacode aufgedruckt, welcher den Fehler sofort bemerken würde - mir scheint, das weiss die Dame nicht.
Fazit für mich: Ein offensichtlicher Softwarefehler, den ich übersehen habe, der mir aber einen Gang zum Bahnhof und Gebühren mit sich bringt. Und zeigt, dass ein E-Ticketservice nur gut ist, solange er gut funktioniert.
Ich habe mich an den SBB-Kundendienst gewandt und mit dem Hinweis auf einen Softwarefehler um Rückerstattung der Gebühr gebeten. Sollte eine weiterführende Antwort kommen, so poste ich sie hier im Kommentar.
Graviton - 13. Dez, 11:24