Recherchenbeispiele

Donnerstag, 13. Januar 2011

Swiss Athletics: miserable Laufguide-Suchfunktion

Der Lauf Guide 2011 ist da!!! Mit ganzen drei Ausrufezeichen kündigt der Schweizer Leichtathletikverband das neue Lauf-Verzeichnis an.
Ebenso bietet die Webseite neu eine Suchfunktion, um sich die bevorzugten Läufe zusammenzustellen.
Und genau diese läuft praktisch nicht - oder zumindest eine falsche Richtung:
- Die Suchfunktion nach Kantonen ist nützlich - wenn ich denn weiss, in welchem Kanton ein Lauf stattfindet.
- Die Filter für Rollstuhl, Walking und Schüler sind nützlich, betreffen aber nur eine Minderheit der Läuferinnen und Läufer
- Platzhalter im Suchfeld funktionieren nicht. Gebe ich "*marathon" ein, so bleibt die Resultateliste leer. Auch dass beim Stichwort "marathon" vor allem Halbmarathone angezeigt werden, ist unbefriedigend.
- eine Ausdruckfunktion (z.B. pdf generieren) für die Resultateliste fehlt.

Mit folgenden einfachen Verbesserungen würde der Online Laufguide auf Kurs kommen:
- Filterfunktion nach Distanz (z.B. alle Läufe 50km um Luzern)
- Möglichkeit, personalisierten Laufguide als pdf zu erstellen und auszudrucken
- erweiterte Suche mit separaten Filtern für Ort, Anlass, Organisator, ein- und ausschliessbaren Begriffen
- Ausdruckbare Zusammenstellung für die Helsana Trophy, wo die gelaufenen Läufe bereits eingetragen sind

Auch sonst macht die Seite einen unausgegorenen Eindruck: Mit veralteten Flyern oder unfertigen Seiten (bitte nach unten scrollen ;-)

Ich hoffe, dass sich das bald ändert - die Laufsaison beginnt bald.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Erster Coworking Space in Luzern

Coworking wird nun auch in der Innerschweiz populär. Nach den Newcomern The Hub, Citizen Space und Betahaus in Zürich ist seit August 2010 die Coworking Box in Luzern aktiv. Fünf "Residents" arbeiten fest hier, für gelegentlich Arbeitende wie mich sind vier "Drop-In"-Arbeitsplätze zu haben.
Heute teste ich die Box zum zweiten Mal. Der erste Aufenthalt ist gratis, ab dann kostet es CHF 30 pro Arbeitstag.
Die Arbeits-Atmosphäre ist angenehm, Kontakte knüpfen fällt leicht, es ist allerdings eher laut für konzentrations-intensive Arbeiten. Stromanschlüsse sind vorhanden, das Wireless ist schnell und verlässlich. Kaffee ist vorhanden, ein Restaurant befindet sich in unmittelbarer Nähe.
Alles in allem ein Ort, den ich sicher wieder dann und wann aufsuchen werde.

Interessant in diesem Zusammenhang ist, wie die eingesessene Bürovermieter-Branche auf den Coworking-Boom reagiert.
Als Beispiel möge das neue Angebot von Regus dienen, des grössten Anbieters von Office-Outsourcinglösungen in der Schweiz. Regus offeriert in Zürich und Genf Arbeitsplätze in Gemeinschaftsbüros. Ein Schreibtisch inkl. Zugang zur Büroinfrastruktur sei hier ab CHF 14.- zu haben.
Eine interessante Zahl, die aber in der Pressemitteilung nicht weiter erklärt wird. Ich habe mich deshalb direkt an die Schweizer Vertretung gewandt, und um weitere Informationen gebeten.
Auf eine Antwort warte ich bis heute.

P.S. auf die Coworking Box bin ich via deren Eintrag in Foursquare gestossen. Damit hat mir die Plattform auch mal einen konkreten Nutzen gebracht, nebst dem Spasseffekt ;-)

Freitag, 24. April 2009

RouteRANK findet den Rank - nicht

RouteRANK ist eine neue Reisesuchmaschine, die viel verspricht. So "macht sie es einfach, so umweltbewusst wie möglich zu reisen", indem sie Verkersmittel nach ihrem CO2-Verbrauch rangiert.
Dazu verbindet sie "hunderte von Flügen, Bahnstrecken, Shuttle- oder Strassenverbindungen und ordnet sie entsprechend dem Gesamtpreis oder der Gesamtreisezeit." Und buchen kann man angeblich direkt bei den Anbietern.
Klingt gut, dachte ich mir, danach habe ich schon lange gesucht: Eine Suchmaschine, wo ich eine Reise durch mehrere Länder auf einmal planen und bezahlen kann

Also gings gleich zum Praxistest. Die Hauptseite kommt klar und übersichtlich strukturiert daher. Start-, Zielort, Zeit, ein schnell verfügbarer Kalender, sehr gut. Doch halt - was bedeutet die Zeitangabe? Abfahrt- oder Ankunftszeitpunkt? Dazu fehlt die Angabe.
Fazit: Sehr guter Eindruck trotz kleinem Mangel.

Als Teststrecke wählte ich was nicht alltägliches: eine Fahrt von Luzern (CH) nach Suwalki (PL). Als Resultat erhalte ich eine gut lesbare, übersichtliche Liste. Diese kann ich nach Transportmittel, Reisezeit, CO2-Verbrauch und Preis sortieren. Und zu jeder Verbindung hats einen Links um Tickets zu kaufen. Zu fast jeder, immerhin. Offenbar gibts manchmal nur "mehr Infos".
Fazit: Nicht erfüllt. Die Zugverbindungen sind nicht direkt buchbar.
Richtig abgefahren ist der Zug aber, wenn ich auf "Mehr Infos" bei einer Zugsverbindung drücke. Da steht als Abfahrtsort dann plötzlich "Ansbach" bei Nürnberg - mit der gleichen Abfahrtszeit wie Luzern in der Anfrage.
Die Angaben sind nicht nur unbrauchbar, sondern schlicht falsch. Abbruch.

In einem zweiten Versuch probiere ich es mit einer etwas einfacheren Strecke: Luzern (CH) - Dornbirn (A), gleich hinter der Grenze zu Österreich.
Ein "sehr gut" gibts für die gefundenen Verbindungen. Die von mir gesuchte ist dieselbe wie jene, die ich zum Vergleich auf sbb.ch gefunden habe. Aber wie in aller Welt kommt RouteRANK auf einen Preis von CHF 58.87, wenn ich für die Strecke CHF 70.- buche, mit Halbpreisabo inbegriffen? Da wirkt der Hinweis "dies ist nur ein Schätzwert" mehr als hilflos.
Fazit auch hier: Ziel nicht erreicht.

Liebe RouteRANK-Macher: Bei so vielen Mängeln, warum schreibt ihr da nicht einfach "BETA" darüber? Dann weiss ich als User, dass ich es mit einem verkappten Softwaretest zu tun habe und verlasse mich nicht auf die Resultate. Die Idee der Seite ist lohnenswert, aber die Seite hält wenig bis gar nicht, was sie in ihrer Werbung verspricht. Schade.

P.S. Eine Erklärung für Nichtschweizer zum Beitragstitel: "Den Rank nicht finden" ist ein Helvetismus für "die Kurve nicht kriegen".

Freitag, 27. März 2009

Textbroker: Wer sind die Auftraggeber?

Was mich schon lange mal interessierte, waren Content-Plattformen wie Textbroker, Contentworld und andere.
Am Beispiel von Textbroker lässt sich gut zeigen, was für und gegen diese Dienste spricht. Ich habe mich dort als Autor angemeldet und beschreibe hier die eigenen Erfahrungen.
In erster Linie sieht es gut aus: Autoren können Texte zu ihren Lieblingsthemen schreiben und sich dabei einen netten Nebenverdienst erwirtschaften. In der Regel sind dies einige EUR pro Text. Der Betrag ist abhängig von der Textlänge und davon, welche Qualitätseinstufung man von Textbroker als Autor erhält. Das Texte schreiben wird damit zu einer Freizeitbeschäftigung. Oder, wenn ich während der Arbeit mal eine lockere Pause brauche - warum nicht einen Text z.B. zur Suchmaschinenoptimierung schreiben - ein Thema, mit dem ich sowieso zu tun habe.
Kritisch stimmt mich die Tatsache, dass auffallend viele Aufträge unsinnig erscheinen, oder sich nicht mit einer ansprechenden Textlösung erfüllen lassen. Da war ein Auftrag zu einem Fantasiethema, wo ein Keyword 78mal innerhalb von 400 Worten vorkommen sollte. Und ein Fliesstext sollte es bitte sein. Wofür denn bitte verwendet der Auftraggeber einen solchen Text? Zum Lesen bestimmt nicht, eher zur Suchmaschinenoptimierung seiner Webseite.
Was dann kommt, ist mit aber sogar ethisch verdächtig. Da verlangt ein Auftraggeber, dass man Reiseberichte von Kreuzfahrtschiffen schreibt, Kabinenkomfort, Mahlzeiten etc. bewertet -von Reisen, die man nie getätigt hat!
Als Autor kann ich solche Auftraggeber auf die Blacklist setzen lassen. Dies blendet deren Aufträge aus der Auftragsliste aus. Trotzdem: Dass textbroker solche Aufträge auch akzeptiert wirft ein ziemlich schlechtes Licht auf sie. Auch wenn sie sicher in guter Gesellschaft sind, was das Generieren solcher Art von "Kundenbewertungen" betrifft.

Mittwoch, 14. November 2007

Russisch Monopoly: Wie Russlands grosse Vermögen entstanden

Kooperativen, Komsomolzen, Entrepreneure, Banken, Oligarchen, Privatisierung, Spekulation und ... Putin:

Eine Analyse der Übergangszeit vom kommunistischen System zu einem neu entstehenden kapitalistischen System im Schnellzugstempo.

Weil sich dabei zahlreiche neue Erkenntnisse und Aha-Erlebnisse ergeben, weil das hochkomplexe Thema kompakt aufbereitet ist, ist diese Seite für mich ein Beispiel, wie eine profunde Themenrecherche aussehen sollte.

Berücksichtigt man dann noch, dass die an sich schon hoch informativen Texte noch mit zahlrichen Hyperlinks angereichert sind, so kann man kaum noch mehr Qualität in geringerer Quantität bieten.

Dass ausgerechnet der letzte Beitrag zu Metallmagnaten noch nicht existiert, mag ich höchstens als perfektionistischer advocatus diaboli bemängeln.

Alles weitere über die russische Liga der Superreichen: siehe http://www.netstudien.de/Russland/index.htm

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